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Warnung: Topiramat kann zu pränatalen Schäden führen

07.03.2011 - 16:17 - Kategorie: Chemie, Pharma und Biotechnologie - (ptext)

Die Amerikanischen Zulassungsbehörde (Food and Drug Administration, FDA) hat bezüglich des Wirkstoffs Topiramat (Topamax), der auch in Europa zur Behandlung von Epilepsie und Migräne Verwendung findet, eine Warnung herausgegeben. Demgemäss kann die Einnahme von Topiramat während der Schwangerschaft zu einem vermehrten Auftreten von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (Hasenscharten und Wolfsrachen) beim Neugeborenen führen.

"Der Nutzen von Topiramat sollte gut gegen die Risiken abgewogen werden, wenn Topiramat an Frauen im Alter abgegeben wird. Dies gilt vor allem für alle Therapiebereiche bei denen Topiramat zur Behandlung einer Störung eingesetzt wird, die normalerweise nicht chronifiziert oder sogar tödlich ist," warnte die vergangenen Freitag in einem Communiqué.

In den USA soll gemäss FDA die entsprechend angepasst werden. Bislang gab es keine gesicherten Daten zu pränatalen Schädigungen von Topiramat, was in den USA mit einem Label der Klasse C bezeichnet wird. Neu soll Topiramat aber ein Label der Klasse D erhalten, was bedeutet, dass es gesicherte Daten zu Risiken während der Schwangerschaft gibt, dass diese Risiken aber durch den Nutzen, den Topiramat im Einzelfall haben kann, in den Hintergrund gedrängt werden können.

Die neuen Human-Daten kommen vom North American Antiepileptic Drug (NAAED) Pregnancy , wie die FDA bekannt gab. Die Behörden fanden eine von 1.4% für Gaumenspalten bei , deren Mütter während der Schwangerschaft mit Topiramat behandelt worden waren, im Vergleich zu einer Häufigkeit von lediglich 0.38% bis 0.55% bei Neugeborenen, deren Mütter andere Antiepileptika erhalten hatten. Die Prävalenz bei Neugeborenen, deren Mütter entweder keine oder keine Behandlung mit einem Antiepileptikum erhalten haben, liegt bei 0.07%.

Das relative Risiko für eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte liegt somit für Neugeborenen, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Topiramat behandelt wurden, bei einem Faktor 21.3 im Vergleich zur Normalbevölkerung.

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