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Media Service: Geberit sieht gutes Jahr 2012 und nimmt Südamerika ins Visier
01.02.2012 - 13:14 - Kategorie: Sanitär und Heizung - (ots)
Geberit-Chef Albert Baehny ist trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld optimistisch. «Wir werden zumindest in diesem Jahr gute Resultate liefern können», sagt der Chef und Verwaltungsratspräsident der Sanitärtechnikfirma in einem Interview mit der «Handelszeitung». Es stimme, dass die Unsicherheiten sehr gross seien. Die schlechten Nachrichten machen Baehny aber keine Sorgen. «Wir sind in einem attraktiven Industriesektor tätig. Die Bauindustrie wird nie sterben», sagt er.
Auch die jüngste Wachstumsschwäche in China bereitet dem Firmenchef keine Sorgen. «Die Regierung kann sich keine harte Landung der Baukonjunktur erlauben.» Deshalb werde sie im Wohnungsbaubereich die Zügel wieder lockern. Dennoch kann Geberit das Umsatzwachstumsziel von jährlich 30 Prozent im Schnitt nicht erreichen. «Das wird schwierig. Über die vergangenen zehn Jahre haben wir jedoch im Schnitt 27 Prozent erreicht. Das ist auch ganz schön eindrücklich.»
Weiteres Wachstum will Geberit in Südamerika generieren. Das Unternehmen ist derzeit daran, eine Strategie für den Markteintritt zu erarbeiten. «Jetzt sind wir in Asien gut verwurzelt und planen den Schritt nach Südamerika», sagt Baehny. «Wir sind jetzt daran, die Strategie zu entwickeln. Im Sommer wissen wir mehr.»
Um die neuen Märkte zu erobern, positioniert der Sanitärsysteme-Anbieter auch seine Produkte neu. «Wir bewegen uns mehr Richtung Mitte», sagt Baehny. Geberit will das neben China auch in Indien und in neuen Märkten tun. «Die Mitte ist der Bereich, der am schnellsten wächst. Da waren wir bisher zu wenig präsent. Das müssen wir ändern.»
Die Verlagerung der hiesigen Produktion ins Ausland ist für Geberit trotz starkem Schweizer Franken kein Thema. «Wir haben überhaupt keinen Plan, unsere zwei Schweizer Werke auszulagern.» Die Schweizer Fabriken seien sehr stark automatisiert und spezialisiert. «Unsere hiesigen Werke haben sehr tiefe Kosten und können mit solchen in Osteuropa und China mithalten», so Baehny.
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