- Startseite
- Pressemitteilung erstellen
- Kategorien
- Bauen und Wohnen
- Bildung und Beruf
- Daten- und Kommunikationsnetze
- Finanzen, Versicherungen und Recht
- Gesellschaft und Politik
- Gesundheit und Wellness
- Informations- und Kommunikationstechnologie
- Internetangebote
- Internettechnologien
- Kunst und Kultur
- Lifestyle und Konsumgüter
- Marketing und Werbung
- Natur und Umwelt
- PR und Medien
- Reise und Touristik
- Software und Branchenlösungen
- Sport & Freizeitaktivitäten
- Unterhaltungselektronik
- Verkehr und Logistik
- Wirtschaft und Industrie
- Wissenschaft und Forschung
- Informationen
- Benutzerpanel
- Impressum
250 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Sozialbereich diskutieren am Caritas-Forum "Arme Kinder" in Bern
27.01.2012 - 17:08 - Kategorie: Gemeinnützige Organisationen und NGOs - (ots)
Die Einkommens- und Vermögensungleichheit wächst. Dabei sind es überdurchschnittlich häufig Familien, besonders Einelternfamilien sowie Familien mit mehr als zwei Kindern, die mit der Armut konfrontiert sind. Das ist in einem so reichen Land wie der Schweiz stossend. Denn erlittene Armut hinterlässt Spuren im Lebenslauf der betroffenen Kinder. Wie muss die Familienpolitik ausgestaltet sein, dass sie armutspräventiv wirkt? Darüber diskutieren am heutigen Caritas-Forum in Bern 250 Personen aus Politik, Wirtschaft und dem Sozialbereich.
"Die Bedeutung der Familie anerkennen. Probleme nicht individualisieren. Familienfreundliche Rahmenbedingungen schaffen. Individuell nötige und passende Unterstützung bieten": Heidi Simoni, Leiterin des Marie Meierhofer Instituts für das Kind eröffnete das diesjährige Forum mit einer entscheidenden Fragestellung: Wie kinderverträglich ist eigentlich die Schweiz? Was heisst überhaupt eine kinderverträgliche Gesellschaft heute? In ihrem Vortrag zeigte sie auf, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen und forderte Leistungs- und Lastenausgleich für Familien.
Walter Schmid, Direktor der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit und Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe SKOS, lenkte in seinem Referat den Blick auf die soziale Mobilität in der Schweiz. Stimmt es tatsächlich, dass Armut vererbt wird? Er setzte sich kritisch mit dem Konzept der sozialen Vererbung der Armut auseinander und legte den Finger weniger auf die materiellen Verhältnisse der Familien als auf die soziale Ausgrenzung, welcher betroffene Kinder ausgesetzt sind.
Welcher ist der Beitrag der Schule dazu, fragte Isabelle Chassot, Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK in ihrem Vortrag. Sie hielt fest: Chancengerechtigkeit ist ein wichtiges bildungspolitisches Ziel. Kinder sollen unabhängig vom familiären Hintergrund ihre Kompetenzen entwickeln können. Doch der Umgang mit der Leistungsheterogenität und der sozialen Heterogenität stellt eine der grössten aktuellen Herausforderungen für die Schule dar. In ihrem Referat zeigte die Freiburger Staatsrätin Massnahmen auf, wie zum Beispiel die Harmonisierung von Stipendien, welche im Sinne der Chancengerechtigkeit im Bildungssystem wirken.
Denn Chancengerechtigkeit, hielt die Nationalrätin und Präsidentin der Stiftung Kinderschutz Schweiz Jacqueline Fehr in ihrem Referat fest, steht den Kindern als Recht zu. Ihr Vortrag beleuchtete das Thema der Kinderarmut aus der Perspektive der Kinderrechte und thematisierte Lücken in politischen Rahmenbedingungen, welche dazu führen, dass gerade die Kinderrechte auf der Strecke bleiben.
Im abschliessenden Referat zeigte Martin Kaiser, Vizedirektor des Bundesamtes für Sozialversicherungen auf, mit welchen Strategien der schweizerische Staat der Kinderarmut vorbeugt. Anschliessend wurden die aktuellen familienpolitischen Rahmenbedingungen in einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Iwan Rickenbacher kritisch diskutiert. Dabei stand die Frage im Zentrum, was sozial gerechte Familienpolitik zu bedeuten hat.
Ausschnitte aus dem Film "Leben zum halben Preis" des SF DOK-Autors Pino Aschwanden sorgten dafür, dass auch die emotionale Perspektive der Betroffenen in die Diskussion eingebracht wurde.
Caritas Schweiz hat parallel zum Forum den Sozialalmanach 2012 dem Schwerpunkt "Arme Kinder" gewidmet. Der Almanach ist zu beziehen unter: www.caritas.ch (Shop)
Bilder zum Thema Armut finden Sie hier: www.caritas.ch/fotos
Bewertung
Weblink
Werbung
Pressekontakt
Dominique Schärer
Mediensprecherin Caritas Schweiz
Mobile: +41/79/456'65'94
Regula Heggli
Leiterin Grundlagen Sozialpolitik Caritas Schweiz
Mobile: +41/79/273'29'78
Pressefach
Caritas Schweiz / Caritas Suisse
Ortsbezug
Weitere Meldungen von Caritas Schweiz / Caritas Suisse
- Caritas Schweiz im Nahen Osten / Soforthilfe für Flüchtlinge aus Syrien
- Mariangela Wallimann-Bornatico wird neue Präsidentin von Caritas Schweiz
- Caritas Schweiz in der Sahelzone / Soforthilfe für die Opfer der Dürre
- Caritas erhöht Nothilfe auf 500'000 Franken / Zehn Millionen Menschen in der Sahelzone vom Hunger bedroht
- Versorgungslage in der Sahelzone ist kritisch / Caritas spricht Hilfsbeitrag von 250'000 Franken
- 1 von 3
- ››
Ähnliche Medienmitteilungen
Caritas zieht Bilanz zum Jahreswechsel: Ungleichheiten in der Einkommens- und Vermögensverteilung nehmen zuDer Schweizer Wirtschaft ging es 2010 besser als erwartet. Davon konnten die unteren Einkommensklassen, Arme und Bedürftige jedoch kaum profitieren. Caritas stellt im soeben erschienenen Sozialalmanach 2012 zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung fest: Prekäre Arbeitsverhältnisse haben zugenommen und der bisherige Sozialtransfer reicht nicht aus, um sozialgerechte Politik zu sichern... Luzern |
Caritas Schweiz und Sunstar Hotels bieten Gratis-Ferien für benachteiligte Menschen an / Trotz Armut einmal in die Ferien könnenZum dritten Mal bietet die Schweizer Hotelgruppe Sunstar in Zusammenarbeit mit Caritas Schweiz armutsbetroffenen Familien Gratis-Ferien in ihren Hotels im Bündnerland, im Berner Oberland und im Wallis an. Nicht für alle Menschen in der Schweiz bedeuten die Herbstferien unbeschwerte Tage am Meer, auf einem Campingplatz oder in einem Familienhotel in den Bergen. Für rund zehn Prozent der... Luzern |
Mariangela Wallimann-Bornatico wird neue Präsidentin von Caritas SchweizMariangela Wallimann-Bornatico soll am 23. Mai zur Präsidentin von Caritas Schweiz gewählt werden. Die gebürtige Puschlaverin ist vom Vorstand der Caritas zuhanden der Delegiertenversammlung des Verbandes nominiert worden. Sie löst den früheren Tessiner Staats- und Nationalrat Fulvio Caccia ab, der dem Hilfswerk seit 15 Jahren als Präsident vorstand. Die Juristin Mariangela Wallimann-... Luzern |
260'000 Kinder stehen im AbseitsArmut grenzt Kinder aus, ein Leben lang. Weil die soziale Mobilität in der Schweiz gering ist, wird auch Armut vererbt. Wer arm ist, wird hier selten reich. Für 260'000 Kinder hat dies weitreichende Konsequenzen: Sie können nicht mit ihren Kameradinnen und Kameraden mithalten und stehen im Abseits. Caritas will das ändern und fordert von Politik und Verwaltung entsprechende Massnahmen.... Zürich |
Caritas-Aktion "Eine Million Sterne" setzt kräftiges Zeichen für Solidarität in der Schweiz: Ein Lichtermeer für armutsbetroffene MenschenAn 115 verschiedenen Orten in der ganzen Schweiz wurden heute Samstag um 16 Uhr Kerzen angezündet. Mit der Aktion «Eine Million Sterne» setzte Caritas zum siebten Mal ein Zeichen für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Rund 200'000 Menschen besuchten die beleuchteten Plätze, Gebäude und Brücken. Eine grosse Zahl von Menschen folgte dem Aufruf «Ein Licht anzünden - ein Zeichen... Luzern |
Deutsches Kinderhilfswerk: Am Welttag der sozialen Gerechtigkeit auch Kinderarmut in Deutschland in den Fokus nehmenDas Deutsche Kinderhilfswerk fordert am Welttag der sozialen Gerechtigkeit die Bundesregierung auf, endlich wirksame Maßnahmen gegen die Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. „Viele der politisch Verantwortlichen in Deutschland haben sich anscheinend an die hohe Kinderarmut in unserem Land gewöhnt. Natürlich ist die Situation in Deutschland nicht mit der Lage in den ärmsten Ländern... |